„verstecke_n“ ernst und alban

Fotos: Matthijs de Bruine, ernst und alban

bedrucktes Wachstuch
19 Streifen à 7cm x 250cm
installiert an der Walter-Lübcke-Brücke vom 16.-18. Juli 2021

“verstecke_n” macht Formen des Versteckens von unsichtbarer BeHinderung sichtbar: versteckt werden – sich tarnen – sich verstecken – übersehen werden. Den Mechanismen, die hier am Wirken sind, fühlen ernst und alban mit Worten nach und treten dabei aus dem eigenen Schatten hervor.

verstecke_n

tauche_n mitten im Gespräch auf. rate_n den Kontext.

erinner_n später nicht, was du gerade sagt. denke_n aber, dass.

höre_n plötzlich kaum. tu_n so, als ob.

schätze_n Energie nach Wunsch. enttäusche_n Erwartungen.

könnte_n von nichts als Überleben berichten. rufe_n monatelang nicht an.

erschöpft nach all den Stunden Schlaf. bleibe_n Zuhause.

liege_n auf dem Boden, die Beide unbeweglich. lasse_n Tür und Gardinen geschlossen.

bewege_n Körper in der Vorstellung. bleibe_n unbemerkt?

bekomme_n blaue Flecke aus der Erinnerung. ziehe_n was drüber.

stolper_n vor schmerz über eigene Worte. stolper_n noch mehr beim Bemerken.

möchte_n von     erzählen. verliere_n die Gedanken.

werde_n von allem überflutet. versuche_n im Gespräch zu bleiben.

stöhne_n beim Gehen leise auf. Wenn niemand horcht?

habe_n was vor. schon wieder vergessen. mache_n was anderes.

stehe_n völlig leer im Raum. bis Schritte erklingen.

erlebe_n was Schönes und ruhe_n drei Tage. wäge_n Beziehungen ab.

halte_n an der Umgebung fest. wenn keins schaut?

versinke_n                      . bekomme_n mit: oh, das Leben geht weiter.